KI

Wer coacht hier eigentlich – du oder die KI?

21.10.2026 · 4 Min · Benedikt Irsch

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Ein echter Holzstuhl und ein nur aus leuchtenden Linien gezeichneter Stuhl stehen sich an einem kleinen Tisch gegenüber.

Hand aufs Herz: Hast du schon einmal ein Coaching-Protokoll von einer KI zusammenfassen lassen? Eine Trainingsagenda generiert und als deine verkauft? Ein Feedback formuliert, das klüger klang als du selbst? Ich schon. Ich arbeite jeden Tag mit KI, und genau deshalb lassen mich ein paar Fragen nicht mehr los.

Drei Fragen, die kaum jemand laut stellt

Aufgeschlagenes Notizbuch mit Handschrift, zwischen den Zeilen leuchtet getippter Text in Violett.

Wann ist ein Text noch meiner, wenn die KI den ersten Entwurf geschrieben hat? Schulde ich meinem Gegenüber den Hinweis, dass eine Maschine mitgedacht hat, oder ist das so selbstverständlich wie die Rechtschreibprüfung? Und wenn ein Konzept statt drei Stunden nur noch zwanzig Minuten braucht: Darf ich trotzdem das volle Honorar verlangen? Wer darauf schnell antwortet, hat die Frage meist noch nicht zu Ende gedacht.

Eine Fachgruppe für unbequeme Antworten

Genau dafür gründet der Deutsche Verband für Coaching und Training (dvct) e.V. die Fachgruppe „KI-Ethik im Coaching & Training“. Ich leite sie gemeinsam mit Dr. Franz Hütter, Geistes- und Naturwissenschaftler, Autor und Gründer des Thinktanks NET OF BRAINS. Franz bringt die Forschung aus Neurowissenschaft, Kommunikation und KI mit, ich die Praxis aus über zehn Jahren agiler Transformation und den KI-gestützten Arbeitssystemen, mit denen wir bei Vishnu Artists jeden Tag selbst arbeiten. Moderiert wird die Gruppe von dvct-Vorständin Gudrun Held.

Die Themenlandkarte für den Kick-off

Person am Laptop im Arbeitszimmer, ihr Schatten an der Wand hat die Form eines Roboters.

Transparenz: Wann muss ich offenlegen, dass KI mitgearbeitet hat? Grenze: Wo endet das Werkzeug, und wo beginnt der Ersatz für mich als Coach? Schatten-KI: Wenn Menschen KI trotz Verbot nutzen, ist das Regelbruch oder ein Symptom schlechter Regeln? Wert und Honorar: Wofür bezahlt mich die Kundschaft eigentlich, für meine Zeit oder für mein Urteil? Echtheit: Bin ich im Gespräch noch ganz da, wenn nebenher ein Tool mitschreibt? Datenschutz: Was darf mit Aufzeichnungen und Klientendaten passieren, und was hat in NotebookLM und Co. nichts verloren? Und die roten Linien: Menschen simulieren, Gespräche heimlich aufzeichnen und per Motivanalyse das nächste Paket verkaufen. Wo ist für dich Schluss?

Kick-off am 12. November: so läuft es

Fishbowl von oben: innerer Stuhlkreis mit einem freien Platz, außen ein Kreis mit Teilnehmenden und Haftnotizen.

Donnerstag, 12. November 2026, 18:00 bis 19:30 Uhr, online per Zoom. Kein Vortrag, sondern ein Dialog aus echten Geschichten: Franz und ich bringen Fälle aus unserem Alltag mit, jeder davon eine offene Frage an die Runde. Ihr schreibt parallel auf dem Miro-Board mit, stimmt per Punkten ab, welche Themen auf die Bühne kommen, und in der Fishbowl diskutiert mit, wer etwas beitragen will. Der Kick-off ist exklusiv für dvct-Mitglieder, den Zoom-Link verschickt der Verband per Mail. Danach trifft sich die Fachgruppe einmal pro Quartal. Auf Dauer soll daraus Orientierung für unseren ganzen Berufsstand entstehen, gern als gemeinsame Leitlinien.

Kein Mitglied oder am 12. verhindert

Dann komm ins Vishnu AI Café. Am Dienstag, 17. November 2026, von 17:05 bis 18:15 Uhr halten wir die Session dort noch einmal, auf Zoom und offen für Gäste. Gleiche Fragen, gleiches Board, andere Runde. Die Anmeldung dauert eine Minute: auf vishnuartists.com/ai-cafe.html auf „Teilnehmen“ klicken oder eine kurze Mail an info@vishnuartists.com mit dem Betreff „AI Café 17.11.“ schicken. Die Einwahldaten kommen per Mail.

Warum wir das tun

Ein Stechbeitel auf der Werkbank, aus dessen Klinge ein Vogel aus leuchtenden Linien wird.

Wir begleiten Teams und Organisationen dabei, KI in ihre Arbeit zu holen. Das gelingt nur mit einer klaren Haltung dazu, was KI übernehmen darf und was beim Menschen bleibt. Diese Haltung entsteht nicht am Schreibtisch, sondern im Gespräch mit den Menschen, die jeden Tag coachen und trainieren. Die entscheidende Frage ist nicht, was KI kann, sondern was sie können und dürfen sollte. Und wer das entscheidet: du oder die KI?

Transparenzhinweis: Dieser Text ist mit KI-Unterstützung entstanden, die Bilder sind KI-generiert. Gegengelesen und verantwortet habe ich beides selbst. Genau über solche Hinweise wollen wir reden.

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